Hochwasserschutz im Walgau: Unterschied zwischen den Versionen

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== Was ist derzeit im Walgau in Umsetzung, projektiert oder geplant? ==
== Was ist derzeit im Walgau in Umsetzung, projektiert oder geplant? ==


'''Organisation:''' Aufgrund der Erfahrungen der Hochwasserjahre 1999 und 2005 sowie aufgrund der Vorgaben durch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie wurde von der Wasserwirtschaft des Landes ein gemeinsamer Hochwasserschutzverband von Meinigen bis Bludenz geplant. Der "Neue Illverband" hatte seine konstituierende Sitzung am 16 Dezember 2009 und löst die bestehenden Verbände ab, die nur Teile der Region Walgau umfassten (Illverband mit Bludenz, Nüziders, Bürs, Lutzverband mit Thüringen, Ludesch, Bludesch, ÖBB). Dem neuen Illverband gehören 13 Gemeinden, die Verkehrsträger (ASFINAG für Autobahnen, ÖBB und Land Vorarlberg) sowie alle Betreiber von Kraftwerken mit mehr als 10 m³ Wasser-Durchlaufmenge an. Die Aufgaben des neuen Illverbands sind der Schutzwasserbau sowie Maßnahmen zur Instandhaltung (Schäden an Verbauungen beseitigen, Geschiebebewirtschaftung, Durchforstung, Mäharbeiten sowie die Planung, Verwirklichung und Betrieb von neuen Wasserrückhalteflächen). Eine weitere Aufgabe für den neuen Illverband ist die ökologische Aufwertung von Gewässern, wie sie der nationale Gewässerplan und die EU in der Wasserrahmenrichtlinie vorschreiben. Der Schutzverband soll den Ausgleich zwischen den Gemeinden verbessern: Je mehr im Oberlauf kanalisiert wird, desto schneller fließt da das Wasser ab und die Probleme werden an die Unterlieger verlagert. Der Nutzen von Überflutungsgebieten ist vor allem flussabwärts spürbar. Verbaut haben den Fluss alle zusammen, jetzt müssen sie es auch gemeinsam wieder richten. Alle anfallenden Kosten für Gewässerschutzmaßnahmen werden nach einem festgelegten Schlüssel verteilt, wobei Kriterien wie Uferlänge, Abflussmenge und bestehende Rückhalteflächen eine Rolle spielen.  
'''Organisation:''' Aufgrund der Erfahrungen der Hochwasserjahre 1999 und 2005 sowie aufgrund der Vorgaben durch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie wurde von der Wasserwirtschaft des Landes ein gemeinsamer Hochwasserschutzverband von Meinigen bis Bludenz geplant. Der "Neue Illverband" Wasserverband Ill-Walgau hatte seine konstituierende Sitzung am 16 Dezember 2009 und löst die bestehenden Verbände ab, die nur Teile der Region Walgau umfassten (Illverband mit Bludenz, Nüziders, Bürs, Lutzverband mit Thüringen, Ludesch, Bludesch, ÖBB). Dem neuen Illverband gehören 12 Gemeinden, die Verkehrsträger (ASFINAG für Autobahnen, ÖBB und Land Vorarlberg) sowie alle Betreiber von Kraftwerken mit mehr als 10 m³ Wasser-Durchlaufmenge an. Die Aufgaben des neuen Illverbands sind der Schutzwasserbau sowie Maßnahmen zur Instandhaltung (Schäden an Verbauungen beseitigen, Geschiebebewirtschaftung, Durchforstung, Mäharbeiten sowie die Planung, Verwirklichung und Betrieb von neuen Wasserrückhalteflächen). Eine weitere Aufgabe für den neuen Illverband ist die ökologische Aufwertung von Gewässern, wie sie der nationale Gewässerplan und die EU in der Wasserrahmenrichtlinie vorschreiben. Der Schutzverband soll den Ausgleich zwischen den Gemeinden verbessern: Je mehr im Oberlauf kanalisiert wird, desto schneller fließt da das Wasser ab und die Probleme werden an die Unterlieger verlagert. Der Nutzen von Überflutungsgebieten ist vor allem flussabwärts spürbar. Verbaut haben den Fluss alle zusammen, jetzt müssen sie es auch gemeinsam wieder richten. Alle anfallenden Kosten für Gewässerschutzmaßnahmen werden nach einem festgelegten Schlüssel verteilt, wobei Kriterien wie Uferlänge, Abflussmenge und bestehende Rückhalteflächen eine Rolle spielen.  


'''Maßnahmen zum Hochwasserschutz:''' Aktuelle Schutzprojekte sind die Projekte Frastanz/Schlins und Nenzing/Satteins, die derzeit in Bearbeitung sind. Hier geht es vor allem um die Ausweisung von Retentionsflächen, die im Notfall überschwemmt werden können. Auf dem Gemeindegebiet von Bürs sollen auf einem 500 m langen Abschnitt der Ill Ufersicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. In Feldkirch wurden als Reaktion auf die Hochwasser 1999 und 2005 mobile Elemente als Ergänzung der Ill-Uferbefestigung angeschafft, die Illbrücke umgebaut, abmontierbare Geländer und weitere Schutzmaßnahmen vorgesehen, deren Einsatz mit regelmäßigen Hochwasserübungen trainiert wird. Auch bei den Zuflüssen wurden 2009 und werden 2010 Schutzmaßnahmen nötig:  
'''Maßnahmen zum Hochwasserschutz:''' Aktuelle Schutzprojekte sind die Projekte Frastanz/Schlins und Nenzing/Satteins, die derzeit in Bearbeitung sind. Hier geht es vor allem um die Ausweisung von Retentionsflächen, die im Notfall überschwemmt werden können. Auf dem Gemeindegebiet von Bürs sollen auf einem 500 m langen Abschnitt der Ill Ufersicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. In Feldkirch wurden als Reaktion auf die Hochwasser 1999 und 2005 mobile Elemente als Ergänzung der Ill-Uferbefestigung angeschafft, die Illbrücke umgebaut, abmontierbare Geländer und weitere Schutzmaßnahmen vorgesehen, deren Einsatz mit regelmäßigen Hochwasserübungen trainiert wird. Auch bei den Zuflüssen wurden 2009 und werden 2010 Schutzmaßnahmen nötig:  
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