Römervilla Satteins

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Auf der "Rühe", über dem nördlichen Rand des Satteinser Riedes, südwestlich unterhalb vom sog. "Schlößlerank" der Schwarzseestrasse, liegen 200 m davon entfernt auf einer kleinen Hochfläche "römische Bauten". 1920 entdeckt und 1934 von Hild [1] ergraben, wurde ein vermutetes Badhaus (Porticusvilla) aus dem 1. Jhdt. n.Chr. nachgewiesen, das bis gegen Ende des Alemannensturmes im 3. Jhdt.(nach dem Limesdurchbruch 259) - durch Münzfunde datierbar - bestanden hatte. Bemerkenswert waren Hypokauste, welche die Vermutung bestärken, dass sich hier ein römisches Warmbad (caldarium) befunden hat; zum Fundergebnis zählen Münzen, Pferdekummet- und Sattelbeschläge, Terra-Sigillatareste (Tafelgeschirr), Bronzekannen und das Vorhandensein ausgezeichneter Wandmalereien. Das zugehörige Kaltbad (caldarium) konnte jedoch nicht gefunden werden. Die Ausgrabungen des Jahres 1934 wurden wieder mit Erdreich zugedeckt, sodaß diese Porticusvilla jetzt wiederum ein (echtes) Bodendenkmal darstellt.

Diese Entdeckung lässt zwei Fragen offen: gibt es einen Bezug zum 300 m oberhalb liegenden Schlößle und gibt es einen Zusammenhang mit dem Hypokaustfragment auf Mukastier (Entfernung Luftlinie ca. 1000 südwestlich) ?<references>

  1. Plan in: Alemannia, Jg. 1, 1935, Seite 13