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Diskussion:Dossier: Landwirtschaft im Walgau

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Ideen für weitere Maßnahmen
=== Ideen für weitere Maßnahmen===
 
Nach der oben erwähnten Diskussion zur 'Zukunft der Landwirtschaft im Walgau' wurden 5 Themen festgelegt, die im Rahmen der Regionalentwicklung im Walgau weiter bearbeitet werden sollen:
 
(1) neue Produkte,
 
(2) neue Vermarktungswege,
 
(3) Energie (Holz, Biomasse)
 
(4) Landschaftspflege
 
(5) Bewusstseinsbildung
 
Während der Diskussionrunde wurden eine ganze Reihe guter Beispiele aufgezählt:
* In der Schule den Bezug zu Landwirtschaft und Lebensmitteln herstellen – Projektarbeit; Angebote für Kinder machen und bewerben, damit die etwas über die Landwirtschaft lernen (z.B. Kochunterricht mit heimischen Produkten). Schulbauernhöfe, Führungen auf Bauernhöfen – die Landwirtschaftskammer sucht immer Landwirte, die da mitmachen.
* Neue Vermarktungswege fördern, z.B. Schulterschluss zwischen Dorfläden / Nahversorgern und landwirtschaftlichen Produzenten – exklusiver Vertrieb regionaler Premium- Produkte zu fairen Preisen.
* Landwirtschaft mit Tourismus koppeln, Landschaftspflege bezahlen lassen; Möglichkeiten zum Nebenerwerb im Tourismus hilft der Landwirtschaft.
* Regionale, gemeindeübergreifende Lösungen, um Flächen zu sparen, leerstehende Gebäude erheben und umnutzen. Modellregionen suchen, die zeigen, wie mit der Grundstückszersplitterung umgegangen werden kann.
* Bewusstseinsbildung: Was kostet die Bewirtschaftung der Hanglagen als Lawinenschutz anstelle von Verbauungen. Und warum kommen Touristen (Gästebefragung: warum machen Sie hier Urlaub?) – welchen Wert hat die Landschaftspflege?
* Den Wert der Bewirtschaftung der Alpen ins Bewusstsein bringen (touristisch, ökologisch, Erosions- hemmend, Wasseraufnahme des Bodens usw.) – Politik dafür sensibilisieren.
* Energieholz- Potentiale im Privatwald nutzen – Holz bekommt immer mehr Wert. Förderung für Energieholz- Nutzung nicht nur in Steillagen, sondern auch da, wo die Ernte sonst nicht wirtschaftlich ist. Material aus der Entbuschung für die Energie- Produktion nutzen – dafür eine Fördermittel- Schiene entwickeln.
* Mehr verschiedene Produkte / neue Produkte (z.B. Obst, Beeren…). Früher gab es Äcker bis hinauf nach Dünserberg. Gemüse etc. benötigt weniger Fläche für den gleichen Ertrag. Die Landwirtschaft steht mit ihren Produkten im globalen Konkurrenzkampf – davon muss sich der Walgau mit seinen Produkten abheben (auch wenn nicht alle Betriebe diesen Weg mitgehen können). Neue Produktschienen könnten den Nebenerwerb ersetzen und damit die Arbeitsbelastung wieder verringern
* Die Milchwirtschaft ist perfekt durchorganisiert und bringt den meisten Bauern das Einkommen; eine vergleichbare Organisation sollte man auch für andere Produktlinien erreichen. Die Sennereiem Schnifis und Schlins zeigen, dass ein gemeinsames Vorgehen letztlich die Arbeit für jeden erleichtert und den Ertrag verbessert – gemeinschaftliches Denken und Handeln hat uns im Milchbereich stark gemacht und kann auch bei anderen Produkten helfen.
* Gemeinden fördern Baumpflanzungen in Privatgärten und auch die Pflege von Obstwiesen und die Vermarktung des Obstes, Begleitung durch die OGV
* Regionalentwicklung als Chance, über neue Themen nachzudenken – auch wenn dann nicht immer was dabei rauskommt.
* In kleinen Schritten beginnen: Süßmost aus der Region zu den Sitzungen im Walgau anschaffen anstelle von Rauch- Säften. Weniger Wein trinken, mehr Most...
* Mehr Werbung, mehr auf die Konsumenten zugehen, das direkte Gespräch suchen (auf dem Markt, in der Nachbarschaft…) – Gräben zuschütten, Landwirte sind selbst die besten Werber für die Landwirtschaft („Dann muss ich halt mal auf meinen Nachbarn zugehen und ihm sagen, er soll mir sein Grillfest frühzeitig mitteilen, dann kann ich mit Güllefahren darauf Rücksicht nehmen“)
 
 
Neben der Veredelung landwirtschaftlicher Produkte können neue Geschäftsfelder der Landwirtschaft beispielsweise im Service für Kommunen / Bauhöfe liegen (Maschinenringe)
Vorarlberger Wiesenmeisterschaft: Nicht immer von der Landwirtschaft zu fordern, sondern sie auch einmal für das zu loben, was sie schon macht - und zwar oft 'unproduktiv' und unentgeltlich zum Erhalt der Kulturlandschaft. Der Ansatz ist ein Schritt in die richtige Richtung und sollte ausgebaut werden.
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