Diskussion:Dossier: Jugend im Walgau

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Version vom 18. März 2010, 11:30 Uhr von Manfred Walser (Diskussion | Beiträge)
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Themen der Regionalentwicklung, die von der Walgaukonferenz und dem Walgauforum als wichtig benannt wurden

Jugendbetreuung: Nachttaxi. Join Nenzing. Jugendkulturarbeit Walgau. Erweiterung der teilnehmenden Gemeinden Jugendräume schaffen, Freizeitbelebung für Jugend, gute Jugendarbeit (Vernetzung)

Die Walgau-Bürgermeister erteilten auf der Walgaukonferenz im April 2009 einen konkreten Auftrag an die Regionalentwicklung, die Jugend in den Regionalentwicklungsprozess einzubinden (unter anderem durch einen Fotowettbewerb).


Meinungen, die im Zuge von Veranstaltungen und Workshops oder in Einzelgesprächen geäußert wurden:

„Jugendbeteiligung – wie schafft man es, alle Gruppen bei den Jugendlichen einzubeziehen?“

„Die überregionale Ausrichtung der Jugendarbeit geht oft Hand in Hand mit Nachbarschaftsproblemen (da kommen Jugendliche von auswärts und machen Krach und Müll…).“

"Die Jugend ist nicht schlechter als früher, hat aber mehr Freiräume." „Die Jugendlichen haben viel mehr Angebote wie früher, haben aber viel weniger Spielräume.“ „Die Jugend ist viel mobiler als früher.“

„Viele Jugendliche wissen gar nicht, dass sie etwas machen könnten.“ „Jugendliche sind nicht gewohnt, dass sie machen dürfen.“ „Jugendliche kennen ihre Rolle in Projekten nicht.“ „Wir werden eh nicht gehört“

„Verschiedene Interessen: Jugendliche in Vereinen - Jugendliche im offenen Betrieb.“ „Zeitmangel bei Jugendlichen.“ „Sehr viele Projekte laufen gleichzeitig, deshalb gibt es kaum noch Ehrenamtliche.“

„Das Informations-Bedürfnis ist bei den Erwachsenen größer als bei den Jugendlichen.“


Diskussion

Problem: Struktur der Jugendarbeit in der Region. Verschiedene gemeinden arbeiten mit verschiedenen Kooperationspartnern und professioneller Beratung. Hier gibt es Konflikte zwischen den verschiedenen beteiligten Organisationen. Die Stimmung ist nicht gut (In Workshop fielen Zitate wie „Wunden lecken“, Scherben kitten“, „Buh – Rufe aus Gesamt-Vorarlberg in den Walgau“). Die Konflikte drehen sich einerseits um Einflusssphären und Legitimation (wer ‚darf’ wo etwas machen) und gehen zum Teil zu Lasten der Jugendlichen selbst. Andererseits scheinen dahinter auch unterschiedliche fachliche Auffassungen von Jugendarbeit zu stehen (Prävention versus Reaktion, nach welchen Kriterien werden Projekte ausgewählt, Qualität der Jugendbeteiligung / von wem kommen die Ideen), was sind die geeigneten Antworten auf die Probleme der Gemeinden?). Zum Teil besteht kein Bedarf an einer gemeindeübergreifenden Kooperation, die über einzelne Projekte hinausgeht. Nach Ansicht der Regionalentwicklung im Walgau sind beim Thema ‚Jugendbeteiligung’ die zwei Ebenen ‚Jugendliche’ und ‚Profis / politische Vertreter der Jugendarbeit’ klar zu trennen.

Problem: Jugendliche werden als ‚Störfaktor’ und Problem wahrgenommen. Die Vorwürfe lauten: Ohne Security ist kein Grossanlass mehr möglich. Bludesch gibt 5.000 Euro für eine Video-Überwachung am Kindergarten aus. Eklatanter Alkoholismus. Wenn Jugendliche Räume (indoor oder im Freien) bekommen, muss immer eine Art von Betreuung dabei sein; ansonsten sind die negativen Begleiterscheinungen in Form von Lärm, Vandalismus, Alkoholkonsum usw. zu hoch. Die ‚soziale Kontrolle’ durch vorbeikommende Bürger funktioniert nicht und ebenso in vielen Fällen die familiäre Kontrolle.


Ideen für weitere Maßnahmen

1. Walgauforum im März 2009 in Nüziders:

  • Die Projektidee "Belebung der Freizeitangebote für Jugendliche" erhielt beim 1. Walgauforum 14 Punkte.
  • Die Projektidee "Night-Line (Busverbindungen für Jugendliche)" erhielt beim 1. Walgauforum 8 Punkte.
  • Die Projektidee "Beteiligung Jugendlicher im Projekt Regionalentwicklung" erhielt beim 1. Walgauforum 8 Punkte.

Anliegen der Bürgermeister: Vereine vernetzen, die Jugendarbeit betreiben, Hilfe im Umgang mit Lärm und Vandalismus an Treffpunkten

Idee: Workshop zum Thema ‚Kinder- und Jugendpolitik auf Gemeindeebene’: Was hat die Entwicklung von Kindern / Jugendlichen mit der Gemeinde zu tun? Was sind die Anforderungen aus der Politik (Familien-, Schul-, Kinderbetreuungs-, Jugendpolitik des Landes)? Welche Modelle und Ansatzpunkte gibt es und wie kann man diese zusammen betrachten (Sprachförderung, Lernbegleitung, offene und projektorientierte Jugendarbeit, Prävention usw.)? Gemeinsamer Auftritt von Fachleuten der sozialen und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel einer Gesamtsicht, Zielgruppe: Bürgermeister und ‚Profis’.