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Das Walgau Wiki

Das Walgau Wiki ist der Versuch, dem Regionalentwicklungsprozess in der virtuellen Welt eine Entsprechung zu geben und damit die Palette an Möglichkeiten zur Kommunikation und Zusammenarbeit zu erweitern. Wir experimentieren mit diesen Kommunikationsmedien, um herauszufinden, ob wir damit mehr, neue oder andere Menschen bzw. Zielgruppen ansprechen und neue Ideen und Aspekte in den Prozess hereinholen können.

Dass damit auch neue Arbeitsprinzipien eingeführt werden, ist eine reizvolle Erweiterung des Experiments. Web 2.0 Anwendungen leben von der gleichberechtigten Zusammenarbeit vieler Menschen. Neben den "Netiketten" (Umgangsregeln im Netz) gibt es zwar auch Administratoren und Exit- Optionen, aber sie werden nur im äußersten Notfall eingesetzt – denn damit ist das Spiel in der Regel beendet und die eingesetzten Ressourcen weg, denn die Mitspieler haben dann keine Lust mehr.

Das Web 2.0 bedeutet, dass man die Mitspieler in der Regionalentwicklung als gleichwertige Partner ernst nimmt – auch wenn sie zum Beispiel grundsätzliche Kritik am Regionalentwicklungsprozess oder an Aktivitäten und Personen üben. Zum Web 2.0 gehört, dass "Störungen" zuerst einmal als wertvolle Hinweise und Chance verstanden werden. Ausserdem gehören zum Web 2.0 die Prinzipien von Open Source und Open Access (Information wird zur Verfügung gestellt, kein Copyright), die gleichberechtigte Interaktion, und dass Informationen nicht nach Expertise, sondern anhand der "Weisheit der Vielen" bewertet werden. Das muss man aushalten können und sich auf gleicher Augenhöhe beteiligen, wenn man in diesem Spiel mitspielen will.

Die Einbindung des Walgau Wiki in das Kommunikationskonzept

Im Kommunikationskonzept der Regionalentwicklung im Walgau wird das Walgau Wiki unter dem Stichwort ‚Web 2.0’ als ein Instrument zur Kommunikation nach innen und außen genannt:

Daneben stehen noch eine ganze Reihe weiterer Instrumente, die von klassischen Werbemaßnahmen bis zu Aktivitäten mit hohem Interaktionspotential reichen. Im Einzelnen lassen sich die Instrumente, mit denen die Beziehung zwischen dem System ‚Regionalentwicklung’ und seiner Umwelt gestaltet werden soll, folgendermaßen charakterisieren und unterscheiden:

  • Regionales Entwicklungskonzept: Das REK steht am Ende des Entwicklungsprozesses; es kommuniziert nach außen, wohin sich die Region nach dem Willen ihrer Entscheidungsträger entwickeln soll und beabsichtigt eine verhaltenslenkende Wirkung.
  • Walgauforum, Workshops, Arbeitsgruppen: Die verschiedenen Instrumente ermöglichen das aktive Hereintragen von Informationen aller Art in das System Regionalentwicklung – in Großgruppen, in kleinen Gruppen einmalig oder regelmäßig
  • Umfrage, Quiz, Wettbewerb: Damit lassen sich Informationen aus der Umwelt gezielt abholen, wobei sich die Instrumente in Reichweite und Repräsentativität unterscheiden und der Aufwand nicht zu unterschätzen ist. Zugleich haben die Instrumente auch einen aktivierenden Charakter, lassen sich also in einer Doppelrolle nutzen.
  • Walgaugespräche, Exkursionen: Diese Instrumente ermöglichen es, externe Expertise in den Regionalentwicklungsprozess hinein zu bringen, d.h. sie zielen eher auf die Kommunikation unter Fachleuten und Entscheidungsträgern. Insbesondere Exkursionen eignen sich aber auch sehr stark für informelles Lernen. Ein weiterer Nutzen liegt darin begründet, dass bei solchen Lernanlässen in kleinen Gruppen Vertrauen aufgebaut wird.
  • Pressemitteilung, Dokumentation, Medienbeobachtung: Die Instrumente der klassischen Öffentlichkeitsarbeit (wozu neben der Presse auch Radio und Fernsehen gehören) bilden den Grundstock der Kommunikation in beiden Richtungen, d.h. sie tragen Information über den Regionalentwicklungsprozess in die Öffentlichkeit und die Regionalentwicklung bezieht darüber auch Informationen von der Umwelt.
  • Einzelgespräche: Auch die zahlreichen Einzelgespräche mit Bürgermeistern, Vertretern der Landesverwaltung, Unternehmern und engagierten Bürgern haben diese Doppelfunktion: Information fliesst in den regionalentwicklungsprozess und die Anliegen werden herausgetragen.
  • Kulturelle Aktivitäten: Sie sind nicht in erster Linie Instrumente der Kommunikation, unterstützen diese jedoch (nicht im Sinne von gezielter Information, sondern eher im Sinne einer Erhöhung des Bekanntheitsgrad und einer Verknüpfung der Regionalentwicklung mit positiven Assoziationen).
  • Web 2.0: Das ‚Social Web’ bildet eine eigene Kommunikations’welt’ die sich von anderen Medien dadurch unterscheidet, dass das Web 2.0 die Interaktion mit vielen Nutzern zu geringen Kosten ermöglicht und dass diese Kommunikationsform spezielle Gruppen (< 30 Jahre) besonders anspricht. Die breite Interaktion bringt es mit sich, dass Information weniger gezielt vermittelt werden kann und Expertise tendenziell durch die ‚Weisheit der Vielen’ ersetzt wird.


Was erwarten wir uns von einem Walgau Wiki?

Ausgangspunkt war die Überlegung, dass in den zahlreichen Gesprächen, Workshops und gesammelten Zeitungsartikeln in kurzer Zeit eine große Menge an Information gesammelt wurde, dass nicht nur für einzelne wenige Akteure verfügbar sein soll. Allerdings ist der Aufwand, diese Informationsmenge zu verschriften, sehr hoch. Dies lohnt sich nur dann, wenn über die statische Informationsmenge hinaus ein Mehrwert für die Regionalentwicklung generiert werden kann. Dies kann ein Wiki leisten, indem er

  • die verfügbare Informationsmenge erhöht, insbesondere wenn sich viele daran beteiligen (Wissensmanagement, Dossiers als "lernende Dokumente"),
  • durch die Interaktion eine Bewertung der Information zulässt (welche Themen motivieren zur Beteiligung, wo entstehen Diskussionen und Bewertungen)
  • und – so die Hoffnung – zum Handeln motiviert, d.h. zur Beteiligung an einzelnen Projekten und Workshops, und sei es nur durch gezielte Wünsche, Kommentare und Forderungen.

Wenn möglich soll das Walgau Wiki nicht als Solitär in der Landschaft der Regionalentwicklung herumstehen, sondern durch andere web 2.0- Anwendungen ergänzt werden. Angedacht sind beispielsweise eine Ausgabe des Walgau- Atlas in einer ‚Print on demand’- Version, halb-öffentliche Arbeitsplattformen für verschiedene Nutzergruppen, ein Internet-Radio für Jugendliche, usw. Weitere Web 2.0 Applikationen wie Facebook, Twitter und Co. sollen ebenfalls hinsichtlich ihrer Eignung für einen Regionalentwicklungsprozess getestet werden.