Kuratienkirche Unsere Liebe Frau Mariä Heimsuchung (Gurtis)

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Gurtis gehört als Parzelle (Ortsteil) wie auch kirchlich "ganz" zu Nenzing. Also ist auch die Kuratiekirche zu Unserer Lieben Frau Mariä Heimsuchung in Gurtis eine Nenzinger Angelegenheit, denn die sonntäglichen Gottesdienste mussten in Nenzing besucht und die Toten in die Kirche nach Nenzing getragen werden. So wurde 1791 in Gurtis eine Kirche gebaut, die von einer Friedhofsmauer umgeben ist. Zuvor jedoch war an diesem Platz eine Kapelle aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die vom Nenzinger Frühmesser einmal im Monat zelebriert werden musste. 1737 wurde sie restauriert; dabei wurde darauf verwiesen, dass sie anderthalb Stunden von Nenzing entfernt und eine eigene Kuratie wohl erforderlich sei. 1785 wurde die Bitte erfüllt, 1790 die Seelsorgegrenze festgelegt und 1791 der Grundstein für für das neue Gotteshaus gelegt. Zweimal stürzte das Tuffsteingewölbe ein; 1793 kam der neue Hochaltar und 1820 die Kirchweihe. Um 1885 wurde der Turm erhöht und erhielt eine Helmbedachung, 1903 - 1907 wurde innen gemalt und restauriert und 1929 nochmals innen und außen "verbessert". 1964 folgt eine Innensanierung, bei der alle Wandmalereien weiß überstrichen werden; dafür bringt die Renovierung 1997 bis 1999 die originalen barocken Temperafarben wieder neu zur Geltung. Bemerkenswert ist die kleine Sterbeglocke (oder auch Wetterglocke) mit der Inschrift "Der Segen Gottes sei mit uns. Mutter Gottes bitt für uns. 1664."