Die Regionalentwicklung im Walgau

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Umfrage zur Regionalentwicklung

Auf der Straße ... … wurden Sie vielleicht von einem Interviewer befragt, was Sie von der Regio Im Walgau halten. Befragt wurden über 1.000 Menschen, das sind 3,4 % jener Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind und im Walgau wohnen. Warum diese Befragung? Die Bürgermeister der Regio Im Walgau wollten wissen: Wie gut fühlen sich die Menschen im Walgau informiert? Wie beurteilen sie den Regionalentwicklungsprozess? Und was sind ihrer Meinung nach die wichtigsten Anliegen? Die Befragung hilft der Regio Im Walgau, ihre Wirkungen abzuschätzen. Hier finden Sie die Ergebnisse im einzelnen.

Willkommen im Walgau

Nun sind Sie, geneigter Leser / geschätzte Leserin, beim Walgau-Wiki gelandet. Das WalgauWiki ist ein Projekt der Regionalentwicklung im Walgau, um Wissen zusammen zu tragen und Ideen zu sammeln. Doch zuerst wollen wir die Region Walgau kurz vorstellen:

Blick ins Tal von Rungeletsch
Walgauforum 2009
Sonnenseite im Winter m. Gaisbuehel

Am einfachsten fällt die geographische Abgrenzung des Walgaus: ein Trogtal, in das vier andere Täler münden und das seinerseits das Rheintal berührt. Auf den ersten Blick ist der Walgau eine kleine Stadt zwischen den beiden Polen Bludenz und Feldkirch, mit knapp 40.000 Einwohnern: Industriegebiete und Lebensadern in der Talsohle, Wohngebiete und Erholungsräume an den Talhängen. Auf den zweiten Blick teilt sich der Walgau in Einzelgemeinden auf, mit eigenen Interessen und teils sehr unterschiedlicher ‚Persönlichkeit’. Man achtet in der Diskussion darauf, seine Eigenständigkeit zu wahren und arbeitet doch alltäglich pragmatisch (und intensiv) zusammen. Schaut man genauer hin, fühlt man eine ganze Reihe von ‚Verwerfungslinien’: die Bezirksgrenze zwischen den Bezirken Feldkirch und Bludenz, die Unterschiede zwischen Berg und Tal, die Konkurrenz um zentralörtliche Einrichtungen zwischen Bludenz und Nenzing, die touristische Ausrichtung des Brandnertals gegenüber den Bemühungen um Naherholung auf der ‚Sonnenseite’ des Walgaus, um nur einige zu nennen.

Auf dem Talboden fand in wenigen Jahrzehnten eine rasante Entwicklung statt, große und exportorientierte Unternehmen charakterisieren die Region. Insgesamt gab es im Walgau (ohne Feldkirch) 2006 knapp 1.000 Betriebe mit ca. 13.000 Beschäftigten. Eine zentrale Rolle spielen die großen Metall-verarbeitenden Betriebe sowie große Betriebe der Lebensmittel-Branche. Eine Unterstützung der zahlreichen Klein- und Kleinstbetriebe fördert eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur und tragen zu einer guten Nahversorgung bei.

Aber auch in den Gemeinden am Berghang gibt es nicht nur Land(wirt)schaft, sondern auch innovative Kleinbetriebe. Die meisten Einwohner der Hanggemeinden arbeiten jedoch im Tal. Die Berghänge dienen neben ihrer land- und forstwirtschaftlichen Nutzung der Naherholung und spielen eine begrenzte Rolle für bestimmte touristische Zielgruppen (Gleitschirmflieger, Mountainbiker, Wanderer). Mit einer Verbesserung im Bereich Gastronomie und insbesondere in der Hotellerie sind hier noch begrenzte Ausbaupotentiale vorhanden. Die zunehmende Bewaldung aufgrund der zurückgehenden Landwirtschaft wird kontrovers diskutiert.

Die Landwirtschaft ist teilweise durch große Agrargemeinschaften charakterisiert, die einen eigenen Machtfaktor im ländlichen Gefüge und in der Kommunalpolitik darstellen. Auch in der Forstwirtschaft gewinnen Zusammenschlüsse in Betriebsgemeinschaften an Bedeutung, mit denen auch aufwendigere Formen der Holzbewirtschaftung in Steillagen sowie Schutzprojekte (Verbauungen) gemeistert werden können. Teilweise wurden Entwicklungsprojekte für den ländlichen Raum mithilfe der Förderung durch das LEADER- Programm der EU begonnen (z.B. Dreiklang Landschaft – Genuss – Kultur, Burgenwanderweg, Mountainbike-Wegenetz).

Die Wohnbevölkerung stieg von 1981 bis 2009 in den Gemeinden des Walgaus von 44.000 auf 54.000 Einwohner an. Vor allem am Talboden werden die Grünzäsuren zwischen den einzelnen Siedlungsgebieten immer schmaler. Insgesamt spielt der Naturschutz zwar in der politischen Wahrnehmung durchaus eine Rolle, de facto sind jedoch die Akteure fragmentiert und ohne einheitliche Strategie. Der hohe Nutzungsdruck insbesondere auf die Auwälder des Talbodens (durch Siedlungsgebiete, Industrie- und Verkehrsflächen, Hochwasserschutz, Naherholung und Landwirtschaft) ist eines der zentralen Probleme im Walgau.

Eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung und auch heute noch spielt die Wasserkraft mit fünf großen und mehreren kleinen Kraftwerksbetreibern – die Ill mit ihren Nebenflüssen hat aber auch als Hochwasser-Gefährdungspotential eine wichtige Bedeutung. Zusammen mit den großen Potentialen an Biomasse sowie eines Süd- exponierten Talhanges („Sonnenseite“) und im Hinblick auf die aktiven e5-Teams in vielen Gemeinden können auch regenerative Energien eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Region spielen.

Das soll fürs erste genügen - detailliertere Informationen finden Sie in den Dossiers und Diskussionsseiten zum jeweiligen Thema.

Wenn Sie uns dabei mit Ihren Informationen und Ideen unterstützen wollen, sind Sie herzlich willkommen! Viel Spass beim Lesen, Recherchieren und Schreiben.

Regionalentwicklung 2009-2011

Die Regionalentwicklung im Walgau war ein auf drei Jahre (2009 – 2011) angelegter Prozess zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit, der von den 21 beteiligten Gemeinden und dem Land Vorarlberg gemeinsam getragen wird. Hier kann alles dazu nachgelesen werden. Im Herbst 2011 ging die Pilotphase in eine neue Struktur über, der Verein "Regio Im Walgau" wurde von 14 Walgaugemeinden gegründet.

Walgaugemeinden

Regio Im Walgau ab 2012

Mit der Gründung der "Regio Im Walgau" im Herbst 2011 werden nun verschiedene Aufgaben und Themen vertiefend behandelt. Bei der ersten Delegiertenversammlung wurden die Arbeitsschwerpunkte wie folgt festgelegt:

  • Räumliches Entwicklungskonzept (REK)
  • Leitbilderstellung "Zukunft im Walgau"
  • LEADER-Vorbereitung 2014ff
  • Begleitung der Wirtschaftsplattform Walgau
  • Medienkonzept
  • Kinderbetreuungskonzept
  • Regionales Freizeit- und Naherholungskonzept
  • Gemeindekooperationen